Aktuelles

Müllheizkraftwerk wird zum Fass ohne Boden

17.02.2005

Grüne befürchten Kostensteigerungen aufgrund verfehlter Müllpolitik

Die Nachricht, dass das Kernstück der dritten Ofenlinie des Müllheizkraftwerkes erneuert werden muss, schlug bei den Grünen aus dem Landkreis wie eine Bombe ein. "Die Müllpolitik des Zweckverbandes war verfehlt, ist verfehlt und wird es auch in Zukunft bleiben, solange der Geschäftsführer Herr Kleppmann den Weg mitbestimmt" kritisierte Kerstin Celina, stellvertretende Vorsitzende der Grünen im Landkreis Würzburg. "Schon 1996 kämpften die Grünen gegen den Bau der dritten Ofenlinie, und heute bestätigt sich, dass dieser Widerstand richtig war" fuhr Celina fort. "Der Bau der dritten Ofenlinie war unnötig und teuer. Um diese auszulasten, wird Müll hierher transportiert und die Bürger des Landkreises zahlen die Zeche: teure Gebühren und eine hohe Verkehrsbelastung, denn der Transport von Müll und Schlacke per Lastwagen geht durch den Landkreis." Auch wenn noch Geld für Reparaturen zurückgelegt sei, so dass die Kosten für die Reparaturen jetzt nicht sofort auf den Gebührenzahler umgelegt werden müssen, so befürchten die Grünen dennoch weitere teure Reparaturen in den nächsten Jahren, die dann zu höheren Müllgebühren führen werden. "Der Zweckverband sollte sich aufgrund der aktuellen Ereignisse überlegen, ob er seine Politik nicht verändert und wenigstens mittelfristig auf den Betrieb der dritten Ofenlinie und damit auch den Ankauf von Müll verzichtet" empfiehlt Celina, denn einen Fehler einzugestehen sei besser, als ihn auf unbestimmte Zeit fortzusetzen.