KV Würzburg - Land

Pressemitteilung der grünen Kreistagsfraktion

Vor dem Start ins neue Schuljahr in der kommenden Woche werden zunehmend Probleme mit der Einhaltung der Corona-Regeln in den Schulbussen befürchtet. Weil wieder alle Schüler gemeinsam unterrichtet werden sollen, ist auch mit entsprechend überfüllten Bussen zu rechnen – bedenklich in Hinblick auf die Sicherheit aller Fahrgäste, nicht nur in Zeiten von COVID-19.

Die Kreistagsfraktion von Bündnis 90 / Die Grünen hat die Bedingungen der Schülerbeförderung schon seit längerem Auge. Zuletzt setzten sich die Grünen Kreisrätinnen und Kreisräte für Verbesserungen beim 365€-Ticket für Schüler*innen und Azubis ein.
Nun loben Vertreter*innen der Fraktion zwar die Ankündigung der bayerischen Staatsregierung, die Kosten für zusätzliche eingesetzte Schulbusse, sogenannter „Verstärkerbusse“, zu 100% zu übernehmen. Dies sei, so Sebastian Hansen, Mitglied im Fraktionsvorstand, ein Angebot, das unbedingt genutzt werden müsse. Allerdings hätten diese Überlegungen viel früher kommen müssen, um zusätzliche Busse zum Schulstart noch möglich zu machen, so Hansen: „Wir wären aber froh, wenn wir wenigstens ab Oktober oder November mehr Busse hätten.“

Kurzfristig könnte ein in der Vergangenheit vor allem von Elternseite abgelehnter Vorschlag des KU Entlastung bringen, den die Grünen jetzt wieder aufgreifen: Mit versetzten Schulanfangszeiten (vor bzw. nach 8:00 Uhr) ließen sich manche der eingesetzten Busse doppelt nutzen und so überfüllte Busse vermeiden, noch bevor ein Einsatz von Entlastungsbussen möglich gemacht werden kann. Die Grünen regen hierfür einen „Schulgipfel“ zwischen den für die Schülerbeförderung zuständigen Schulträgern (Stadt und Landkreis), Schul- und Elternvertretern sowie dem KU an, um möglichst schnell zu sinnvollen Lösungen zu kommen. „Das Thema muss Chefsache werden!“, mahnt auch Kreisrätin und MdL Kerstin Celina.

Die Grünen sorgen sich nicht zuletzt auch um die Akzeptanz des Busverkehrs. „Wenn die Abstandsregel in den Schulbussen nicht einhaltbar ist, werden wieder mehr Eltern ihre Kinder mit dem Auto zur Schule fahren.“, befürchtet Grünen Kreisrätin Jessica Hecht, ebenfalls für den Fraktionsvorstand. „Ein echter Probelauf für das neu eingeführte 365€-Ticket kommt so nicht zustande – und damit würde ein wichtiger Fortschritt im Bereich ÖPNV schon wieder ausgebremst.“
Die Grünen hatten sich zuletzt erfolgreich eingesetzt für Verbesserungen in der praktischen Umsetzung des neuen Jahrestickets für Schüler*innen und Azubis. Nachdem wenigstens ein einmaliger Ersatz bei Verlust des Ticktes beschlossen wurde, fordern die Grünen nun auch die Möglichkeit einer Ratenzahlung, um gerade Eltern mehrerer Kinder den Erwerb des 365€-Tickets zu erleichtern. „Das neue Ticket wird nur ein Erfolg, wenn es für viele Familien erschwinglich ist – und wenn die Schülerbeförderung auch in Corona-Zeiten sicher ist.“, fasst der Fraktionsvorsitzende Sven Winzenhörlein die Forderung der Grünen Kreistagsfraktion zusammen.

https://m.mainpost.de/regional/wuerzburg/gruene-wollen-mehr-schulbusse;art736,10494137


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