KV Würzburg - Land

Am 20. Internationalen Aktionstag gegen Gewalt an Frauen, dem 25.11.2020, beteiligen sich in diesem Jahr auch die Kreisrätinnen von Bündnis 90 /Die Grünen mit einer Aktion in der Geschäftsstelle in der Textorstraße. Für eine Woche wird das Bürofenster orange erleuchtet sein – der Farbe des Aktionstags. Daneben zeigt eine Plakat-Collage, wo es in Würzburg Hilfe und Unterstützung gibt für Frauen in Not. Dafür haben die Frauenhäuser der awo und der skf, der Zonta Club Würzburg, Wildwasser e.V., die Oberzeller Schwestern und die Gleichstellungsstellen der Stadt und des Landkreises Würzburg Material zur Verfügung gestellt, das auch vor dem Büro ausliegt.

„Wir wenden uns an Frauen, die an unseren Bürofenstern vorbeigehen oder im Bus durch die Textorstraße fahren, und wir verstehen unsere Aktion auch als einen Weckruf an alle Männer: Keine Gewalt gegen Frauen!“ so die beiden Grünen Kreisrätinnen Stefanie Finster (Höchberg) und Jessica Hecht (Zell am Main).

Fast ein Viertel der Frauen in Deutschland werden im Laufe ihres Lebens Opfer von häuslicher Gewalt, seit Corona und den damit verbundenen Einschränkungen sind diese Zahlen noch gestiegen. Gleichzeitig ist es für die Frauen schwieriger geworden sich Hilfe zu suchen, beispielsweise weil die Männer in Kurzarbeit und dadurch mehr zuhause sind – oder weil die eigene Bewegungsfreiheit, Kontakte und die Berufstätigkeit außer Haus eingeschränkt sind.

Umso wichtiger, so die Grünen Kreisrätinnen, ist es, Informationen zu den bestehenden Hilfsangeboten dahin zu bringen, wo die Frauen sind: auf die Straßen, in die Busse und Straßenbahnen und in die Bäckereien und Supermärkte. Mit 500 besonderen Brötchentüten, die sie Würzburger Bäckereinen zur Verfügung stellen, schließen sich Stefanie Finster und Jessica Hecht einer deutschlandweiten Aktion an mit der klaren Botschaft: „Gewalt kommt nicht in die Tüte!“

„Dass zu diesem Thema dringender Handlungsbedarf besteht, zeigt nicht zuletzt die Debatte im Kreistag um ein weiteres Frauenhaus im Landkreis“, sind sich Jessica Hecht und Stefanie Finster einig. „Ein neues Frauenhaus ist dringend notwendig, da es in unserer Region viel zu wenig Plätze gibt. Wir appellieren daher an alle politischen Entscheidungsträger, dies zeitnah auf den Weg zu bringen.“

 

 


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