KV Würzburg - Land

Nachdem im in den 1970er Jahren entstandenen Höchberger Gewerbegebiet inzwischen ein Engpass an Flächen besteht sind sich alle Fraktionen des Marktgemeinderats einig dass es dort zumindest zu einer Verdichtung kommen soll.

Die Fraktionen der Höchberger Mitte und von Bündnis 90/Die Grünen trafen sich deshalb dort zu einem Ortstermin. Dabei war man sich einig dass eine Aufstockung und Neubebauung bestehender Flächen Vorrang vor einer Erweiterung haben sollte.

Allerdings könne man auch einer Arrondierung des Gebietes zwischen der Waschstraße des REWE-Marktes dem Parkplatz der Fa. Wölfel und der Gärtnerei Hupp zustimmen. Dies würde eine zusätzliche Fläche von ca. 3 bis 35 Hektar ergeben damit sich ansässige Firmen vergrößern und weitere ansiedeln können.

Dafür muss aber erst einmal der Grunderwerb durchgeführt werden. Einen weiteren Landschaftsverbrauch und Eingriff in die Natur lehnen beide Fraktionen ab. Zur besseren Erschließung des Gebietes und auch einer Aufwertung bestehender Betriebe sollte eine Verbindung zwischen dem Wendehammer „Max-Plank-Straße“ in Richtung REWE-Tankstelle und von dort zur „Heidelberger Straße“ hergestellt werden. Einer größeren Erweiterung des Gewerbegebiets und einer umfassenden Erschließungsstraße sind auch aufgrund der Topografie (starker Abfall des Geländes Richtung Steinbachtal) sehr enge landschaftliche und finanzielle Grenzen gesetzt da dort sehr große Geländeveränderungen nötig wären.

Grundsätzlich sollte sich die Verdichtung und Arrondierung des Gewerbegebiets für den Markt Höchberg finanziell lohnen. Einen subventionierten Landschaftsverbrauch lehnen beide Fraktionen ab. Dabei ist darauf zu achten dass möglichst viele hochwertige Arbeitsplätze entstehen.

Seit geraumer Zeit verkehrt in der Nacht von Samstag auf Sonntag ein Bus der Verkehrsgesellschaft Main-Tauber (VGMT) von Würzburg nach Wertheim. Der Bus fährt um 2:20 Uhr am HBF in Würzburg los und hält anschließend an mehreren Haltestellen im Stadtgebiet Würzburg danach erst wieder in Dertingen. Der Bus fährt die Strecke auf der Bundesstraße 8 und kommt somit dabei auch an Höchberg Waldbüttelbrunn Mädelhofen und Roßbrunn vorbei. Sowohl in Höchberg als auch in Waldbüttelbrunn und Roßbrunn gäbe es direkt an der Fahrtstrecke gelegene Bushaltestellen die von diesem Bus leicht anzufahren wären.

Leider geschieht dies jedoch nicht. Schon seit längerem wird von den Jugendlichen und jungen Erwachsenen dieser Orte eine verbesserte Busanbindung nachts an Wochenenden gewünscht. Bisher fährt der letzte Bus in der Nacht von Samstag auf Sonntag um 0:35 Uhr von Würzburg nach Waldbüttelbrunn und um 0:43 Uhr nach Höchberg. Das ist für alle die Veranstaltungen in einem der zahlreichen Würzburger Clubs besuchen möchten deutlich zu früh. Viele junge Menschen benutzen deswegen Taxis oder sind zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs was auf die Dauer keine gute Situation ist. Insbesondere für Menschen mit geringem Einkommen ist es wichtig nachts preiswert nach Hause kommen zu können um so am sozialen (Nacht-)Leben teilhaben zu können. Gerade auch für Studierende die das APG-Nachttaxi mit dem Semesterticket nicht nutzen können aber aufgrund der Wohnunsgnot in der Stadt immer öfter in einer der Stadtrandgemeinden wohnen.
Warum wird vor diesem Hintergrund eine bestehende Verbindung in der Nacht nicht besser ausgenützt? Es sollten sofort Verhandlungen aufgenommen werden mit dem Ziel dass die bestehende Verbindung auch für die Orte im Landkreis Würzburg geöffnet wird! Die Grünen-Fraktionen in den Gemeinderäten von Höchberg und Waldbüttelbrunn haben deswegen jeweils den Antrag gestellt den 1. Bürgermeister mit Verhandlungen mit dem Ziel eine Nachtanbindung zu realisieren zu beauftragen. Wir hoffen dass sowohl bei den Gemeinden als auch bei der VGMT und dem Kommunalunternehmen die Bereitschaft vorhanden ist hier einmal wirklich eine große Verbesserung für junge Menschen im Landkreis Würzburg zu schaffen!

Die Ortsgruppe von Bündnis 90/Die Grünen Höchberg spendet auch in diesem Jahr wieder 400 Euro für die Jugendarbeit eines Höchberger Vereins. Statt einer Weihnachts- und Neujahrsanzeige wurde diesmal die Spende der Jugendabteilung der Turn- und Leichtathletikabteilung der TGH übergeben.

Bei der Übergabe sind in der hinteren Reihe zu sehen: Marktgemeinderat Johannes Väthjunker Kreisrat Sven Winzenhörlein Stephan Ditterich (TGH Turnen) Marktgemeinderat Walter Feineis und Birgit Küsters (TGH Leichtathletik).

Auf ihrer Mitgliederversammlung äußerten die anwesenden Grünen einstimmig den Wunsch dass das Carsharing-Projekt im östlichen Landkreis auch auf Höchberg ausgedehnt wird. Dies wird dort vom Verkehrsverbund Mainfranken und dem Autohaus Rumpel und Stark in fünf Gemeinden betrieben. Dazu müsste der Markt Höchberg einen Parkplatz in der Nähe des Öffentlichen Personennahverkehrs  bereitstellen. Hierzu würden sich in Höchberg beispielsweise die Haltestellen Bergstraße oder auch Sparkasse eignen. Somit wäre ein Umsteigen vom Bus auf das Auto und umgekehrt möglich.

Die Wartung und Pflege des Autos würde der Kooperationspartner übernehmen. Für die Teilnehmer am Carsharing-Projekt würde ein Stundenpreis und Kilometergebühren anfallen. Der Ortsvorsitzende der Höchberger Grünen Kreisrat Sven Winzenhörlein wird die Bedingungen für die Ausdehnung des Projektes auf Höchberg zu erkunden und die Möglichkeit eines Elektrofahrzeugs für das Carsharing ausloten.

Auf einer gemeinsamen Diskussionsveranstaltung der Höchberger Ortsverbände von DGB SPD und Bündnis 90/Die Grünen brachten sowohl die Referenten als auch die zahlreichen Zuhörer viel Sympathie für Flüchtlinge und Asylsuchende zum Ausdruck. Der DGB-Ortsvorsitzende und Grüne Gemeinderat Walter Feineis wies als Moderator zu Beginn darauf hin dass die deutschen Wirtschaftsverbände dringend nach einer Zuwanderung in den Arbeitsmarkt riefen und sich unter den Flüchtlingen und Asylsuchenden viele Menschen befänden die dem deutschen Arbeitsmarkt nützen könnten.

Dass das Phänomen der Zuwanderung auch den Landkreis Würzburg erreicht habe sei schon aus der Tatsache zu ersehen dass z. B. in Rimpar Veitshöchheim und Greußenheim Notunterkünfte für Flüchtlinge und Asylsuchende zur Verfügung gestellt werden mussten. Bürgermeister Peter Stichler (SPD) legte dar dass Höchberg bisher in dieser Frage noch nicht gefordert sei da im Ort keine entsprechenden Unterkünfte zur Verfügung stünden. Trotzdem werde sich auch Höchberg seinen Verpflichtungen nicht entziehen und solche Personen freundlich aufnehmen. Er ergänzte dass der damalige Bürgermeister Ernst Keil und sein Gemeinderat nach dem Krieg Vertriebenen aus den deutschen Ostgebieten in Höchberg Bauland am Rübezahlweg zur Verfügung gestellt haben.

Der SPD-Bundestagsabgeordnete Bernd Rützel (Main-Spessart) verwies darauf dass andere Länder wie die Türkei oder der Libanon pro Kopf der Bevölkerung eine viel größere Anzahl von Flüchtlingen aufnehmen würden als die Länder der EU. Auch sei eine Zuwanderung in den deutschen Arbeitsmarkt und in die deutschen Sozialsysteme wegen des Geburtenrückgangs in Deutschland unumgänglich. Nach dem 2. Weltkrieg seien auch in seiner Heimatregion Gemünden zahlreiche Flüchtlinge aus den deutschen Ostgebieten integriert worden und sie hätten den Gemeinden gut getan.

Die Aktivistin Eva Peteler die sich seit langen Jahren für Flüchtlinge und Asylsuchende einsetzt schilderte den oft jahrelangen und mühsamen Fluchtweg dieser Menschen sowie die Not und die politische Unterdrückung und Verfolgung denen fast alle von ihnen ausgesetzt seien. Sie appellierte eindringlich an die deutsche Bevölkerung und die Anwesenden Flüchtlinge und Asylsuchende als  Mitmenschen unabhängig ihrer Herkunft und Hautfarbe aufzunehmen und willkommen zu heißen.

Der Gerbunner Bezirks- und Kreisrat Gerhard Müller (Grüne) betonte dass wir nicht nur den vermeintlich „Starken“ also den jungen Flüchtlingen mit guter Ausbildung sondern auch den „Schwachen“ also Älteren Kindern oder benachteiligten Menschen eine Chance geben sollten.

In einer lebhaften Diskussion waren sich die Anwesenden darunter auch die Kreisräte Sven Winzenhörlein (Grüne) und Sonja Ries (SPD) einig dass der deutsche Arbeitsmarkt diese Menschen brauche und sie eine Bereicherung für die deutsche Gesellschaft darstellen. Abschließend verwies Walter Feines allerdings auf die Tatsache dass es auch nötig sei in diesen Ländern zu investieren und dort Arbeitsplätze zu schaffen damit die Menschen eine Chance haben in ihrer Heimat bleiben zu können.

Aus dem Erlös des im Frühjahr durchgeführten Preisschafkopf-Turniers mit Margarethe Bause "Grün sticht" haben die Höchberger Grünen Hämmer angeschafft und dem Leiter des Ferienspielplatzes Peter Bögelein übergeben.

Auf dem Foto sind zu sehen: Kreisrat und Vorsitzender des Grünen Ortsverbands Sven Winzenhörlein Peter Bögelein von der Kommunalen Jugend- und Familienarbeit Höchberg und Marktgemeinderat Walter Feineis umrahmt von Betreuerinnen und Betreuern des Ferienspielplatzes.

Termine

24 Jan 2019
19:00 Uhr
Neujahrsempfang der Grünen Würzburg-Stadt
28 Jan 2019
19:00 Uhr
Vorbesprechung für die Gemeinderatssitzung Veitshöchheims
02 Feb 2019
00:00 Uhr
bis 03 Feb 2019 Uhr
Landesdelegiertenkonferenz 2019
02 Feb 2019
00:00 Uhr
bis 03 Feb 2019 Uhr
Landesdelegiertenkonferenz 2019

Newsletter abonnieren

captcha 
Ich akzeptiere die Nutzungsbedingungen

Wir verwenden Cookies, die es uns ermöglichen, die Benutzung der Webseite zu analysieren. So können wir die Seite weiter verbessern. Durch die Nutzung unserer Webseite stimmst Du der Nutzung von Cookies zu. In unserer Datenschutzerklärung findest Du