KV Würzburg - Land

Der Höchberger Runde Tisch Natur hatte die Kinder des Evangelischen Kindergartens eingeladen auf einer Streuobstwiese vom Grünen Marktgemeinderat Walter Feineis sechs neue Obstbäume und  bienenfreundliche Sträucher zu pflanzen.

Damit soll im frühen Alter schon das Verständnis für die Natur und die Bedeutung von Bienen Wildbienen Insekten und anderen Kleintieren geweckt werden die in einem solchen Biotop Nahrung und Schutz finden. Zu Beginn beschrieb Walter Feineis die Geschichte der bis zu einhundert Jahren alten Bäume auf dem angrenzenden Biotop und erwähnte die Wichtigkeit von Sträuchern Hecken stehendem und liegendem Altholz und Höhlen für Wildbienen und Bienen.

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Am 07.03.2016 wurde in Zell die Bürgerinitiative gegen Lärm in Stadt und Landkreis Würzburg gegründet. Sie will, dass die Gesetze und Verordnungen, die Bürgerinnen und Bürger vor Lärm schützen sollen, auch angewandt werden und dass Entscheidungsträger in Stadt und Land darauf hinwirken, dass Lärm vermieden wird, wann immer dies möglich ist.

Darüber hinaus soll über die Gefahren von Lärm – insbesondere gesundheitlicher Art – informiert und darauf gedrungen werden, Beeinträchtigung von Gesundheit und Lebensqualität zu mindern. Die Höchberger Grünen weisen in diesem Zusammenhang darauf hin, dass viele Lärmquellen, besonders im Verkehr, unnötig sind. So sind beispielsweise die meisten Motorräder und Sportwagen deutlich lauter als dies technisch notwendig wäre. Motorräder werden darüber hinaus oft manipuliert, damit sie ihre zugelassene Lautstärke noch überschreiten. Dazu gibt es spezielle Abschaltvorrichtungen, die den Lärmpegel des Motorrads bei einer Polizeikontrolle wieder auf das zugelassene Maß vermindern. Dies muss die Verkehrspolitik unterbinden, so Walter Feineis, Fraktionsvorsitzender der Grünen im Höchberger Marktgemeinderat.

Da sie die Ziele dieses gemeinnützigen Vereins vorbehaltslos unterstützen, sind die Höchberger Grünen ihm beigetreten, so dass Verkehrslärm auf das unbedingt notwendige Maß reduziert und unnötige Lärmbelastung vermieden werden, meint Sven Winzenhörlein, Kreisrat und Vorsitzender der Höchberger Grünen.

 

Der Ortsverband von Bündnis 90 / Die Grünen Höchberg führte am 19.06.17 eine Podiumsdiskussion zum Thema „Bürgerwindkraft in unserer Region“ im Burkardussaal des Gasthauses Lamm durch. Geladen waren der Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen im Bayerischen Landtag Ludwig Hartmann der Grüne Bundestagsdirektkandidat für den Wahlkreis Würzburg Martin Heilig Dr. Herbert Friedmann von der Bürger-Energie-Genossenschaft Altertheim und Alfons Konrad vom Bürgerwindprojekt Gramschatz. Die Veranstaltung wurde moderiert vom Ortsvorsitzenden der Grünen und Kreisrat Sven Winzenhörlein.

In seinem Eingangsstatement legte Ludwig Hartmann dar dass seit Bestehen der 10-H-Grenze (zehnfacher Abstand der Höhe des Windrades zur nächsten Bebauung) die Baugenehmigungen von Windkraftanlagen in Bayern massiv eingebrochen sind. Dabei ist die Windkraft aktuell die günstigste Art Strom zu erzeugen abgeschriebene dreckige Kohlemeiler einmal außen vor gelassen.

Der Bundestagskandidat von Bündnis 90/Die Grünen und Höchberger Neubürger Martin Heilig sieht in der Windkraft vor allen Dingen eine Investition in die Gesundheit seiner vier Kinder. Der Ausstoß von Kohlendioxid habe sich in Deutschland in den letzten Jahren nicht mehr verringert. Deshalb müsse das Ausbremsen der erneuerbaren Energien ein Ende haben und Deutschland zukunftsfähig gemacht werden. Zudem können wir als reiches Land als Beispiel dienen dass die Energiewende hin zu 100 % erneuerbaren Energien möglich ist.

Doch der Bau von Windkraftanlagen in unserer Region ist auch nach der Einführung der 10-H-Grenze noch möglich. Dies bestätigte Dr. Herbert Friedmann von der Bürger-Energie-Genossenschaft Altertheim. Durch die frühe Einbindung der Bürgerschaft und finanzielle Beteiligungsmöglichkeiten sowie Steuereinnahmen für die Gemeinde habe es dort keinerlei Widerstand gegen Windkraftanlagen gegeben. Die EEG-Vergütung für moderne Anlagen die 2015 ans Netz gingen beträgt ca. 9 ct pro kW/h. In der ersten Ausschreibungsrunde 2017 ist diese Vergütung auf ca. 5 ct/kW/h gesunken. Offshore-Strom wird ab 2025 sogar ohne EEG-Förderung auskommen. Damit ist Windstrom nicht nur konkurrenzfähig sondern für die Verhinderung einer Klimakatastrophe unverzichtbar. Er stellte fest dass die Finanzierung in Altertheim nie eine Schwierigkeit gewesen sei es in Bayern aber immer wieder Probleme mit dem Genehmigungsverfahren gebe.

Alfons Konrad vom Bürgerwindprojekt Gramschatz musste schildern dass das Zusammenwirken zwischen Politikern und Bürgern in Rimpar Gramschatz und Hausen nicht optimal funktioniert habe und deshalb ein Bürgerbegehren gegen die Windkraftanlage laufe. Die Bürger würden Windräder vor allen Dingen dann akzeptieren wenn sie für sich einen Vorteil hätten. Bei einem positiven Ausgang des Bürgerbegehrens hoffe er aber dass die Verwirklichung der Windkraftanlage zügig vorangehen werde.

Zum Abschluss forderte Ludwig Hartmann eine Zusammenarbeit von örtlichen Politikern den Versorgungsunternehmen und der Bevölkerung um mehr Windenergie zu ermöglichen. Besonders müsse der örtlichen Bevölkerung deutlich gemacht werden dass sie von Windstrom auch viele Vorteile – von Pachtzins für die Grundstücke bis zu verbilligtem Strom - haben könne. Auch werde konkurrenzfähiger Windstrom zu einem Standortvorteil bei der Industrieansiedlung.

Anlässlich einer kürzlich veröffentlichten Studie des Umweltbundesamtes (Heinrichs Scherbarth Sommer:  Wirkungen von Tempo 30 an Hauptverkehrsstraßen Januar 2017) zu den immensen Vorteilen von Tempo-30-Zonen befassten sich die Höchberger Grünen mit der Verkehrssituation in Höchberg.

Auch auf Initiativen und Drängen der Grünen sind Tempo-30-Zonen in Höchberg ja inzwischen die Regel. Dadurch werde laut Bundes-umweltamt eine höhere Verkehrssicherheit erreicht. Der Anhalteweg eines Fahrzeuges sei bei Tempo 50 demnach 277 Meter und werde bei Tempo 30 auf 133 Meter also weniger als die Hälfte reduziert (Studie Seite 15 ff). Die mittlere Geschwindigkeit nehme zwischen 16 km/h und 18 km/h ab (S. 6 ff). Die Lärmsenkung betrage 2 bis 3 Dezibel was nahezu dem Wert einer Halbierung der Verkehrsmenge entspreche (S. 13 f).

Aus diesen Fakten gehe hervor dass in Höchberg überlegt werden solle ob nicht Tempo 30 für den ganzen Ortsbereich ohne Ausnahmen gelten solle so die Grünen. Darüber hinaus komme es immer wieder zu Klagen von Anwohnern auch von Tempo-30-Zonen dass die zugelassene Höchstgeschwindigkeit oft deutlich überschritten werde was auch Messungen des Marktes Höchberg bestätigten. An nicht wenigen Stellen so zum Beispiel im Engpass der Alten Steige führt dies zu akuten Verkehrsgefährdungen. Es sei Aufgabe des Marktes Höchberg so die Grünen stärker dafür zu sorgen dass die angeordnete Höchst-geschwindigkeit auch durch Radarkontrollen eingehalten wird.

Auch über eine große Lärmbelastung wird besonders von den Anwohnern der B 8 zwischen Ortseingang Richtung Waldbüttelbrunn und der Stadtgrenze Richtung Würzburg immer wieder geklagt. Auch hier sei zu fragen ob eine Reduzierung der zugelassenen Höchstgeschwindigkeit um 20 km/h nicht teilweise Abhilfe schaffen sollte wenn laut Bundesumweltamt der Lärmpegel so reduziert werde dass er nur noch der Hälfte des Verkehrsaufkommens entspreche.

Bienen und Wildbienen finden auf unserer Flur mit ihrer großflächigen Landwirtschaft immer weniger  Nahrung so dass sie oft in bebaute Gebiete ausweichen müssen da dort für sie noch eine höhere Nahrungsvielfalt und ein größeres Nahrungsangebot herrschen.

Vielfach ist sogar schon von einem Bienensterben die Rede. Auch viele Tiere finden auf den Feldern der großflächigen Landwirtschaft nur wenig Schutz. Um diesem Nahrungsmangel auch in Höchberg ein Stück abzuhelfen haben sich die Marktgemeinderäte Martin Hupp und Walter Feineis zusammengetan. Martin Hupp sähte hierfür zwei Felder die einige Jahre brach gelegen waren mit Bienenweide an einer Saatmischung die von der Landesanstalt in Veitshöchheim speziell als Bienennahrung entwickelt wurde.
Diese Bienenweide wird in Waldbüttelbrunn schon seit längerem von der Gemeinde ausgebracht. Die Ausgaben für das Saatgut für diese Maßnahme in Höchberg teilten sich die Höchberger Mitte die Höchberger Grünen und die Ortsgruppe des Bundes Naturschutz. Die drei Gruppen und der Runde Tisch Natur sehen in der Aussaat auch einen Ansporn für andere Grundstücksbesitzer es ihnen gleich zu tun.
Walter Feineis schuf auf einer nahegelegenen Streuobstwiese ein Biotop mit Obstbäumen Hecken stehendem und liegenden Totholz mit vielen Höhlen für Wildbienen liegengelassenen Baumschnitt und anderen Elementen zum Schutz von Tieren. Dabei ließ er sich von Jürgen Steinmetz vom Bund Naturschutz der in Waldbüttelbrunn das Wildbienenprogramm betreut intensiv beraten.
Da sich die Streuobstwiese schon in Richtung eines Magerrasens entwickelt wurde auf das Umpflügen des Feldes und die Aussaat von Bienenweide hier verzichtet. Stattdessen soll mit anderen Maßnahmen der Wert des Grundstücks für Bienen und Wildbienen noch weiter erhöht werten.

informiert sich über Höchberger Anliegender-bundestagskandidat-der-gruenen

Der Bundestagskandidat von Bündnis 90/Die Grünen und künftiger Höchberger Mitbürger Martin Heilig informierte sich über Projekte und Anliegen die in Höchberg im Moment und in naher Zukunft von besonderer Bedeutung sind. Als Vater von vier Söhnen war er dabei besonders von der Situation der Kindergärten und Kinderkrippen in der Marktgemeinde angetan. Hier hätten die politisch Verantwortlichen natürlich mit Zustimmung und Unterstützung der örtlichen Grünen vorbildlich gehandelt und er freue sich dass sein jüngster Sohn so einen Platz in der Kinderkrippe am Wiesenweg bekommen hat.

Auch die Schulsituation in Höchberg über die er von den Marktgemeinderäten Silke Seifer-Fischer Walter Feineis und Johannes Väthjunker unterrichtet wurde  stelle sich grundsätzlich positiv dar. Allerdings werde der Umbau der Ernst-Keil-Schule und die Einrichtung einer Mensa und von Aufenthaltsräumen dem Markt eine Stange Geld kosten das aber in der Bildung und Erziehung unserer Kinder gut angelegt sei. Auch eine räumliche Trennung von Grund- und Hauptschule hält Heilig der auch Vorsitzender des Bezirks Unterfranken der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft ist für sinnvoll um so innovative pädagogische Konzepte besser umsetzen zu können.

Allerdings werde es auch in der bayerischen Schullandschaft in den nächsten Jahren und Jahrzehnten Veränderungen geben die wieder organisatorische und bauliche Anpassungen erforderlich machen würden. So forderten die Oppositionsparteien im Landtag eine mindestens sechsjährige gemeinsame Schulzeit für alle Kinder wie dies schon in vielen anderen Bundesländern der Fall sei und würden im Falle einer Regierungsbeteiligung diese auch zu verwirklichen suchen. Deshalb sollten die schulischen Baumaßnahmen des Marktes Höchberg möglichst flexibel gestaltet werden.

Besonders kritisch ging der Stellvertretende Vorsitzende der Bürgerinitiative gegen die B26n mit diesem Projekt ins Gericht. Für Höchberg sei dadurch keinerlei Entlastung weder bei PKW- noch beim LKW-Verkehr  zu erwarten. Es würde nicht nur das idylische Werntal und die noch gut erhaltene Natur im Bereich von Birkenfeld Billingshausen Greußenheim Hettstadt und Waldbüttelbrunn zerstören sondern auch eine große Lärm- und Abgasbelastung in unsere Gegend bringen. Er bat deshalb auch als Stellvertrender Vorsitzender der Bürgerinitiative gegen die B26n die politisch Verantwortlichen in Höchberg darum ihren Nachbargemeinden die sich in ihrer überwältigen Mehrheit gegen das Projekt ausgesprochen haben in ihrer Sorge um eine gesunde Umwelt und ihrem Protest gegen das Vorhaben nicht in den Rücken zu fallen. Schließlich würden beim Bau der B26n rund eine halbe Milliarde Steuergelder verschwendet werden ohne dass er zu einer Verkürzung der Strecke zwischen Werneck und Kist und einer Verkehrsentlastung kommen würde. Im Gegenteil würden so neue Verkehrsströme insbesondere der Internationaler Spediteure in die Region geholt.

Schließlich diskutierte er mit den Höchberger Grünen noch die Lage der erneuerbaren Energien in Höchberg. Zwar sei hier seitens des Marktes in der Vergangenheit einiges geschehen aber angesichts der sehr guten finanziellen Lage Höchbergs noch lange nicht genug. Er erinnerte daran dass nach den Berechnungen aller Experten besonders auch des Würzburger Klimatologen Professors Heiko Paeth Höchberg mit einem Temperaturanstieg von vier Grad rechnen müsse was verheerende Auswirkungen für die Menschen die Landwirtschaft und den Wald haben werde.

Abschließend gab der Höchberger Ortsvorsitzende der Grünen und Kreisrat Sven Winzenhörlein noch einmal seine Freude zum Ausdruck Martin Heilig bald als einer der ihren in Höchberg begrüßen zu können.

Termine

24 Jan 2019
19:00 Uhr
Neujahrsempfang der Grünen Würzburg-Stadt
28 Jan 2019
19:00 Uhr
Vorbesprechung für die Gemeinderatssitzung Veitshöchheims
02 Feb 2019
00:00 Uhr
bis 03 Feb 2019 Uhr
Landesdelegiertenkonferenz 2019
02 Feb 2019
00:00 Uhr
bis 03 Feb 2019 Uhr
Landesdelegiertenkonferenz 2019

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