KV Würzburg - Land

GRÜNE Bergtheim

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  1. Zunächst stellte die Kämmerin einen soliden Haushalt für 2021 vor und erläuterte die wichtigsten Punkte.
    Im Anschluss wurde über unsere Anträge zum Haushalt diskutiert. Bei fast allen Entscheidungen herrschte hoher Konsens im Rat.
    Vielen Dank an die Kolleg*innen im Gemeinderat.
     
    Hier die Ergebnisse:
     
    Projektplanung RADWEG Bergtheim-Dipbach
    Ergebnis:
    - Es wird geprüft, ob im Rahmen des geplanten
    Ausbaus der WÜ 4 zwischen Bergtheim und Dipbach der Bau eines Radwegs denkbar ist.
    - Es werden von der Gemeinde auch alternative Routenführungen geprüft.
    - Das Thema wird weiterverfolgt.
     
    Internetanschluss mit WLAN und Präsentationsmöglichkeit für das Gemeindehaus Dipbach
    ERGEBNIS: Das Gemeindehaus bekommt einen Internetanschluss mit WLAN.
     
    Fokusberatung Klimaschutz
    ERGEBNIS: Der Bürgermeister erläuterte, dass schon eine Planung zu einem gemeindeübergreifenden Klimaschutzkonzept in Arbeit ist und eine Fokusberatung Klimaschutz dadurch unnötig sei.
    Dem stimmen wir voll zu, da ein Klimaschutzkonzept viel umfangreicher ist als nur die Fokusberatung und freuen uns auf das kommende Klimaschutzkonzept.
     
    Budget für den künftigen Umweltbeirat
    ERGEBNIS: Es wird ein Budget von 5000 € für den Umweltbeirat im Haushalt eingestellt. Auf Beschluss des Gemeinderates kann der künftige Umweltbeirat diese Gelder für die beantragten Maßnahmen, Aktionen, Experten usw. nutzen.
     
    Mittel zur Weiterentwicklung des ehem. Minigolfgeländes
    ERGEBNIS: Der Bürgermeister hat bereits Gelder im Haushalt vorgesehen und auch Förderanträge gestellt. Damit ist unser Antrag hinfällig und wir freuen uns, dass die Planung für das Areal weitergehet.
     
    Ausbildung eines Mitarbeiters des Bauhofes zum Baumkontrolleur
    ERGEBNIS: Der Bürgermeister erklärte, dass bereits Mitarbeiter des Bauhofs diese und weiterführende Schulung absolviert haben. Wunderbar!
     
  2. Eine gute Entscheidung
    Gestern wurde unser Antrag auf Umbenennung der Nikolaus-Fey-Straße im Gemeinderat diskutiert.
    Der gelungene Zeitungsbericht gibt einen guten Einblick über die gestrige Entscheidung zur Nikolaus-Fey-Straße in Bergtheim.
    Wir sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden und haben zunächst ein Etappenziel erreicht.
    Vor allem jetzt ist die Information und Beteiligung der Bürger*innen sehr wichtig!!!
    Vielen Dank an den Bürgermeister für den konstruktiven Beschlussvorschlag und die Kolleg*innen im Gemeinderat, die mit nur zwei Gegenstimmen für den nächsten Schritt gestimmt haben.

     

    Nachfolgend der Mainpost Bericht vom 12.01.2021 von Irene Konrad über die Gemeinderatssitzung vom 11.01.2021:

    https://www.mainpost.de/regional/wuerzburg/nikolaus-fey-strasse-bergtheimer-rat-will-ohne-zeitdruck-entscheiden-art-10551731

     

    Im Wortlaut:

    Soll wegen NS-Verstrickungen die Nikolaus-Fey-Straße in Bergtheim umbenannt werden? Mit dem Thema beschäftigte sich jetzt erstmals der Gemeinderat. Wie es nun weitergeht.

    Am 3. Januar haben Michael Burger, Carsten Volkroth und Rudolf Faatz an die Gemeinde Bergtheim einen Antrag auf die Umbenennung der Nikolaus-Fey-Straße im Gemeindeteil Bergtheim gestellt. Damit will die Ortsgruppe Bündnis 90/Die Grünen "eine Diskussion im Dorf anregen, die betroffenen Anwohner einbeziehen und der Öffentlichkeit die Möglichkeit geben, ihre Meinungen zu äußern". Am Montag war der Antrag nun erstmals Thema im Bergtheimer Gemeinderat.

    Die drei Gemeinderäte der Grünen möchten, dass sich der Gemeinderat intensiv mit der nationalsozialistischen Vergangenheit des fränkischen Mundartdichters Nikolaus Fey (1881 bis 1956) befasst. Für Burger, Volkroth und Faatz ist "eine Umbenennung der Straße auf wissenschaftlicher Grundlage unausweichlich". 

    Antrag bezieht sich auf Bericht der Würzburger Straßennamenkommission

    Sie beziehen sich dabei auf eine vom Würzburger Stadtrat eingesetzte Expertenkommission aus Stadträten, Wissenschaftlern und Historikern und einen im November 2020 veröffentlichten Bericht. Vier Jahre lang hatte die Kommission städtische Straßenbenennungen und Ehrungen für Personen untersucht, deren aktive Lebensphase in die NS-Zeit fällt.

    Von 120 überprüften Straßennamenspaten gelangte die Kommission bei neun Personen zur Ansicht, "dass ihre Verstrickungen in die nationalsozialistische Diktatur bzw. ihre Verfehlungen in der NS-Zeit so schwerwiegend waren, dass eine Umbenennung oder Kontextualisierung empfohlen wird". Trotz aller Verdienste und der Würdigung der "vielschichtigen Persönlichkeit".

    Bei Nikolaus Fey fiel die Bewertung zur Umbenennung der Straße in Würzburg-Heidingsfeld einstimmig aus. Fey habe sich "eine Vielzahl schwerer Verfehlungen während der NS-Zeit zuschulden kommen lassen". Die Kommission verweist besonders auf "seine Beteiligung an der brutalen deutschen Besatzungsverwaltung in Polen inklusive dem Versuch zur Germanisierung und Vernichtung der polnischen kulturellen Tradition" von 1942 bis 1944 in Krakau.

    Bürgermeister Schlier will erst die betroffenen Anwohner hören

    In der Sitzung am Montag bat Bürgermeister Schlier das Bergtheimer Ratsgremium um bedachtes Vorgehen. Sein Beschlussvorschlag, zunächst die Anwohner der 22 Anwesen in der Bergtheimer Nikolaus-Fey-Straße zu informieren und zu hören und im Mitteilungsblatt der Gemeinde die Öffentlichkeit zu informieren, fand bei zwei Gegenstimmen auch die Zustimmung der drei Antragsteller der Grünen.

    "Wir sind weder unter Zeitdruck noch im Zugzwang", begründete er die Vorgehensweise. Für die Verwaltung sei eine Straßenumbenennung keine große Sache und käme vielleicht auf 400 Euro für das Aufstellen "von zwei bis drei neuen Straßenschildern und Änderung der Satzung zur Widmung von Ortsstraßen". Aber die betroffenen Dorfbewohner müssten wie bei einem Umzug sämtliche Papiere umschreiben lassen. Das ziehe Kosten und Mühen nach sich.

    Vorschlag: Mitglied der Expertenkommission nach Bergtheim einladen

    Eine ausgiebige Diskussion über Feys NS-Vergangenheit wollte Bürgermeister Schlier zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht aufkommen lassen, obwohl die Gemeinderäte Matthias Keller und Harald Hochum kurz ihren Standpunkt gegen eine Umbenennung der Straße äußerten. Für Keller standen eher die Verdienste des Heimatdichters im Vordergrund, für Hochum die anstehenden Kosten für die Anlieger.

    Gemeinderat Burger schlug vor, ein Mitglied der Expertenkommission aus Würzburg nach Bergtheim einzuladen, um aus erster Hand informiert zu werden. Aufgrund der Corona-Lage sei derzeit eine öffentliche Diskussion leider nicht möglich.

    Einen direkten Bezug zu Nikolaus Fey hat Bergtheim nicht. Die Straßenbenennung in den 80er Jahren fiel in die Amtszeit von Ernst Steigleder, der zwischen 1978 und 1984 erster Bürgermeister war. Dass Nikolaus Fey zum Zuge kam, lag wohl auch daran, dass er 1925 den Text des zentralen Schauspiels der Florian-Geyer-Festspiele in Giebelstadt geschrieben hatte.

    Steigleders Nachfolger Heinz Wittstadt (Bürgermeister 1984 bis 2008) kann sich erinnern, dass bei der Suche nach den Straßennamen für die Vergrößerung Bergtheims über den Dorfgraben hinaus die einzige Vorgabe die Benennung nach Dichtern, Denkern und Musikern gewesen war. Die Vorschläge seien von kundigen und interessierten Dorfbewohnern gemacht worden.

    Nikolaus Fey war in Bergtheim nie ein Thema

    Auch Hermann Oberhofer bestätigt, dass Nikolaus Fey "in Bergtheim nie ein Thema war", weder in der Grundschule als Inhalt des Bayerischen Lehrplans noch im örtlichen Arbeitskreis für Heimatgeschichte. Oberhofer unterrichtete 33 Jahre in Bergtheim. Er war zwölf Jahre bis 2006 Rektor der Grundschule gewesen und zudem Vorsitzender des Arbeitskreises, der sich intensiv mit der Kriegs- und Nachkriegszeit im Ort beschäftigt hatte.

    Für Altbürgermeister und Ehrenbürger Heinz Wittstadt ist das besonnene Vorgehen des Gemeinderats "ein vernünftiger Ansatz". Es sei gut und richtig, zunächst die Dorfbewohner und die Öffentlichkeit zu befragen, bevor im Ratsgremium eine Entscheidung fällt. Zumal in Unterfranken in mehreren Orten Straßen nach Nikolaus Fey benannt sind. Die Frage zur Umbenennung sei noch neu und die Antwort darauf müsse noch gesucht werden.

     

     

     

     

     

     

     

     



     

  3. Die Bergtheimer Grünen haben am 08.01.2021 fristgerecht ihre Anträge zum Haushalt 2021 eingereicht.

    Diese sind in der Übersicht:

    1. Projektplanung Radweg Bergtheim-Dipbach
    2. Internetanschluss mit WLAN und Präsentationsmöglichkeit für das Gemeindehaus Dipbach
    3. Fokusberatung Klimaschutz
    4. Budget für den künftigen Umweltbeirat
    5. Mittel zur Weiterentwicklung des ehem. Minigolfgeländes
    6. Ausbildung eines Mitarbeiters des Bauhofes zum Baumkontrolleur

     

    Nachfolgend die Anträge im Wortlaut:

     

     

     

     

     

     

     

     

     

  4. Die Bergtheimer Grünen sind auf die aktuellen Diskussionen um den Heimatdichter und überzeugten Nationalsozialisten Nikolaus Fey aufmerksam geworden.

    Die Stadt Würzburg hatte vor ca. fünf Jahren eine elfköpfige wissenschaftliche Expertenkommission einberufen, die sich mit der Frage beschäftigt,
    welche Würzburger Straßen und Plätze Namen von Menschen tragen, die in der nationalsozialistischen Diktatur eine führende Rolle gespielt haben.


    MainPost-Artikel zum Thema:
    https://www.mainpost.de/regional/schweinfurt/nikolaus-fey-ein-ueberzeugter-nationalsozialist-art-10541386
    https://www.mainpost.de/regional/main-spessart/werden-nikolaus-fey-strassen-in-karlstadt-und-lohr-umbenannt-art-10539032
    https://www.mainpost.de/regional/schweinfurt/kommentar-ein-solcher-mann-kann-kein-vorbild-fuer-uns-sein-art-10541387
    https://www.mainpost.de/regional/wuerzburg/wuerzburger-strassen-diese-namenspaten-stehen-zur-debatte-art-10533910


    Der Grund für das Aufgreifen dieses Themas ist, daß es in Bergtheim (wie in vielen anderen Orten der Umgebung) ebenfalls eine gleichnamige Straße gibt.

    Deswegen wurde bei einem Online-Treffen des Ortsverbands der Grünen im vergangenen Dezember angeregt,im Gemeinderat über eine Umbenennung der Straße zu befinden.

    Um dies auch öffentlich zur Diskussion zu bringen wurde von den grünen Gemeinderäten ein entsprechender Antrag formuliert, über den in der nächsten Gemeinderatssitzung am 11.01.2021 beraten wird.

    Wir möchten, dass der Gemeinderat sich mit dem Thema befasst und der Gemeindeverwaltung den Auftrag erteilt,Möglichkeiten zu einer Umbenennung zu erarbeiten und dem Gemeinderat diese auch mit den Folgen/Kosten vorzulegen.

    Parallel sollte die Öffentlichkeit, vor Allem die Anwohner, die Möglichkeiten haben Bedenken und Meinungen zu äußern.

    Erst nach diesen Schritten soll endgültig über eine Umbenennung entschieden werden.

     

    Nachfolgend der Antrag im Wortlaut:

     

     

     

     

     



     

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