KV Würzburg - Land

Journalismus oder Hofberichterstattung?
An einseitige und abhängige Berichterstattung aus Eisingen in der Mainpost haben wir uns gewöhnt. Gewundert hat es mich aber schon, wie neulich über den Neujahrsempfang berichtet werden konnte, ohne dass die Berichterstatterin anwesend war und wie über eine Gemeinderatssitzung vom 1. Februar berichtet wurde, obwohl die Berichterstatterin anwesend war.

Die Qualitätsansprüche der Mainpostredaktion zum Abdrucken geschriebener Berichte entziehen sich meiner Kenntnis. Jedenfalls wird durch solche nicht unabhängig verfassten Artikel der unabhängige Qualitätsjournalismus im Ganzen beschädigt. Zu einem Artikel eines unabhängigen Journalisten hätten sicher die Ausführungen der unmittelbar Betroffenen (Schuldirektor und Leitung der Mittagbetreuung) gehört, die in der Sitzung ausführlich zu Wort kamen. Durch diese Redebeiträge wurde beispielsweise der Bedarf für die Kinder klar formuliert. Warum dagegen einem Vorschlag, der gar nicht mehr zur Diskussion stand, in dem Artikel so breiten Raum eingeräumt wurde, ist nur aus der Sicht eines abhängigen Berichterstatters nachvollziehbar. Zum Glück waren zahlreiche Eisinger Bürger anwesend, die Erlebtes und Geschriebenes unterscheiden können.  Weil zudem im Artikel genannte Zahlen nicht stimmen und wesentliche Argumente die für einen Container sprechen nicht benannt wurden, ist unten der von den Eisinger GRÜNEN eingereichte und auch so vorgetragene Originalantrag für alle nachzulesen:

 

Antrag für eine Containerlösung für die Mittagsbetreuung während der Sanierungsphase der Grundschule Eisingen
Ich beantrage, dass dem Gemeinderat in der nächsten Sitzung folgender Beschlusstext zur Abstimmung vorgelegt wird.

Beschlusstext:
Der Gemeinderat stimmt zu, dass zur sicheren und nachhaltigen Unterbringung der Mittagbetreuung eine Containerlösung in unmittelbarer Nähe zur Schule geplant werden soll.

Begründung:

Zusammenfassung:
Eine Containerlösung (insbesondere Kauf) wäre für die Gemeinde langfristig die kostengünstige und nachhaltigere Lösung.  Sie wäre für die Sicherheit der Kinder sowie für die Durchführung und Organisation der Mittagsbetreuung die eindeutig bessere Lösung.

Im Einzelnen:

1.Die Bauzeit für die Schulsanierung soll nach Planung bis Ende 2022 dauern und soll damit, ein Baubeginn im Frühjahr 2019 und keine Bauverzögerungen vorausgesetzt mit 3,5 Jahre dauern. Allerdings ist davon auszugehen, dass bis zur Fertigstellung der Schulsanierung eine deutlich längere Periode anzunehmen ist. In der Gegenwärtigen Situation werden verzögert Vergaben, Verfügbarkeit von Firmen und Lieferbarkeit von Materialien den Takt angeben. Deshalb muss eine flexibel verlängerbare Lösung für die Mittagsbetreuung gefunden werden die über mindestens 5 Jahre stabil und nachhaltig ist und deren Kosten von vorneherein kalkulierbar sind.

2.Kosten. Modellrechnung nach einem vorliegenden detaillierten Angebot der Firma Algeco Scotsman (liegt vor) für einen dreistufigen Kindergarten: Container -Kosten (Kauf) für eine Gesamtanlage für eine 3-gruppigen Raumgestaltung (ca. 75 Kinder) über 22 Container (inklusive Garderobe, WC´s, Teeküche, Büro, 3 Gruppenräume, 1 Schlafraum) für die Mittagsbetreuung würden sich demnach auf etwa 220.000 Euro belaufen. Dazu kämen Kosten für Einmalleistungen (z.B. Baustellenleistungen, Aufstellung, Abbau) von 40.000 € und Herrichten Gelände von 30.000 Euro. Das wäre eine Gesamtsumme von 290.000 Euro Netto und von 345.000 Euro Brutto. Bei einem
realistischen Wiederverkaufswert des Containers von 75% verblieben der Gemeinde Nettokosten von 145.000 Euro für eine Unterbringungslösung z.B. über 5 Jahre. Das wären Nettokosten von 29.000 Euro per anno. Die relativen Kosten verringern sich natürlich nochmals wenn die zu erwartenden Kosten für eine Stückellösung aus Pfarrsaal, Pfarrhaus, Nikolaussaal abgezogen werden (z.B. Kosten zur Kindergerechte Vorbereitung wie Vorbereitung Pfarrsaal, Renovierung Nikolaussaal, Einrichtung Räume Pfarrhaus; z.B. Kosten für zusätzliches Personal für die Betreuung + Kosten für Renovierungen oder Beseitigung von Schäden).

Das ist eine Modellrechnung: Es gibt natürlich deutlich billigere Versionen und deutlich teurere Versionen.

Nach der vorgestellten gegenwärtigen Planung und zu erwartenden 6,5 Millionen Euro Gesamtbaukosten betrüge die Containerlösung (ohne Abzug der für eine andere Lösung anfallenden Kosten) 0,22% der Gesamtkosten.  

Fazit: Bei einem Containerkauf wäre die Gemeinde bei einer Verlängerung der Bauzeit flexibel mit kalkulierbaren niedrigen Gesamtkosten.

Addendum: Ein Container im Besitz der Gemeinde könnte alternativ statt Wiederverkauf zukünftig auch für weitere Projekte als Ausweichräume genutzt werden. Beschlossen wurde beispielsweise die Sanierung der alten Schule. Es bestünde dann beispielsweise Bedarf für Ausweichräume für eine Obdachlosenunterkunft, die von der Gemeinde verpflichtend vorgehalten werden muss. Oder Ausweichräume für eine zusätzliche Kindergartenerweiterung...  

3.Aus Sicherheits- und organisatorischen Gründen muss die Mittagbetreuung in absolut räumlicher Nähe zur Schule stattfinden. Jeder längere Weg mit mehr als 60 Kindern, insbesondere durch enge Gassen und Treppen, birgt Gefahren. Eine Containerlösung böte deutlich mehr Sicherheit.

4.Durch die Aufteilung in verschiedene Lokalitäten bei einer Stückellösung wäre zusätzliches Personal für die Betreuung und Wegesicherung unabdingbar, was nach einer Gegenrechnung die Containerlösung deutlich wirtschaftlicher macht.

5.Ein Container wäre schnell verfügbar.

6.Andere Gemeinden setzen durchweg auf Containerlösungen (z.B. Waldbrunn).

7.Eine Containerlösung wäre sicherlich auch vom Schulleiter und der Mittagsbetreuung die favorisierte Lösung.

8.Eine Containerlösung wäre die von vielen Eltern favorisierte Lösung.

Mit vielen Grüßen
Dr. Robert Hock Gemeinderat, DIE GRÜNEN Eisingen


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