KV Würzburg - Land

In einer außerordentlichen, nichtöffentlichen Sitzung am 7. Juli 2020 hat sich der Gemeinderat mit der Zukunft des Rathauses beschäftigt. Hierzu haben die Fraktionen und die Bürgermeisterin eine gemeinsame Stellungnahme verfasst:

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger!

Das Rathaus gehört zu den repräsentativsten Gebäuden eines Ortes. Nicht nur Einheimische gehen dort ein und aus, auch Auswärtige haben hier immer wieder Dinge zu erledigen. Sie alle sind Multiplikatoren, die weitertragen, wie der Besuch für sie war – im besten Fall haben sie eine moderne Verwaltung erlebt, mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die alle ihre Anliegen kompetent, flexibel, freundlich und zügig behandelt haben.


Genau dies ist das Bestreben der Gemeinde Estenfeld – aber klar ist auch: Das Rathaus kann den Anforderungen der neuen Zeiten auf Dauer nur gerecht werden, wenn es sich beständig verändert – strukturell, aber auch baulich. Genau hier ist Handeln geboten. Die zentralen Fragen lauten: Wo in Estenfeld soll das Rathaus der Zukunft stehen? Soll das Rathaus in der Unteren Ritterstraße saniert und erweitert oder stattdessen ein Rathaus in die Gebäude des Kartausenhofs integriert werden?
Um einer Antwort näher zu kommen, hat der Gemeinderat in der vergangenen Legislaturperiode eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben. Deren Ergebnisse wurden dem neu gewählten Gremium in einer außerordentlichen Sitzung am 7. Juli 2020 vorgestellt. Alle Gemeinderäte waren sich dabei einig, dass das Rathaus ein eminent wichtiges Projekt ist – aber aktuell nicht das wichtigste. Deshalb wurde fraktionsübergreifend und einstimmig beschlossen, das Thema vorläufig zurückzustellen.
Priorität haben derzeit die Pflichtaufgaben, zum Beispiel der Neubau zweier Kindergärten und der Grundschule. Damit ist die Gemeinde bereits exorbitant hohe finanzielle Verpflichtungen eingegangen. Es wäre strategisch unklug, darüber hinaus noch weitere große Investitionen anzupeilen. Denn dies gibt die Haushaltslage schlichtweg nicht her.
Ein Agieren mit Bedacht ist umso bedeutsamer, da die Corona-Krise eine langfristige Planung nicht zulässt. Die gesellschaftlichen und vor allem wirtschaftlichen Folgen der Pandemie kann zum gegenwärtigen Zeitpunkt niemand realistisch einschätzen.
Sobald der Gemeinderat den notwendigen Spielraum sieht, wird der künftige Standort des Rathauses wieder auf die Tagesordnung kommen. Erklärtes Ziel ist es, in jedem Fall noch in dieser Legislaturperiode eine Entscheidung zu treffen. Hierzu werden die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie gegenübergestellt. Das letzte Wort werden allerdings die Bürgerinnen und Bürger haben – dazu hat sich der Gemeinderat verpflichtet.
Völlig losgelöst von all dem zu betrachten sind die Planungen für den Bürgerpark und den Abenteuerspielplatz zwischen Kartause und Weißer Mühle. Sie werden vom Gemeinderat konsequent vorangetrieben – schließlich gilt es, auch einige Ideen zu verwirklichen, die Sie, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, eingebracht haben.

Für den Gemeinderat:
Bürgermeisterin Rosi Schraud (CSU)
Ersoy Karakoc (CSU)
Johannes Pietschmann (SPD & bürger*forum/UWG)
Jochen Jörg (EinS)
Julia Klafke-Fernholz und Thomas Herr (Grüne)


Estenfeld Gemeinderats-Mitglieder 2020

Thomas Herr
Julia Klafke-Fernholz

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