KV Würzburg - Land

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Die Grünen in Gerbrunn haben nach einer Pause von zwölf Jahren wieder eine Liste für die Gemeinderatswahl aufgestellt. Eingeladen hatte der Kreisvorsitzende und Bezirksrat Gerhard Müller der 2009 ein Ortsverband in Gerbrunn gegründet hatte. Die Grünen nominierten jetzt ihre Bewerberinnen und Bewerber für die Kommunalwahl 2014. Als Spitzenkandidaten starten Marion Koch und Prof. Dr. Thomas Trefzger in den Gerbrunner Gemeinderatswahlkampf.

Assistiert von der frisch gebackenen Landtagsabgeordneten Kerstin Celina leitete die grüne Landratskandidatin Karen Heußner die Aufstellungsversammlung. Mit einer gut gemischten Liste ziehen Gerbrunns Grüne in den Wahlkampf und wollen im Gemeinderat wieder mehr grüne Inhalte realisieren.

Nach Meinung der Grünen soll der Bebauungsplan Kirschberg III noch einmal überdacht der öffentliche Nahverkehr in Gerbrunn ausgebaut und die Einbahnstraßen für Radfahrer im Gegenverkehr geöffnet werden. Mehr Klimaschutz weniger Flächenverbrauch und die Stärkung der Ortsmitte stehen im Fokus der grünen Zukunftsziele für die Vorstadtgemeinde die klassische Probleme wie zunehmende Fluktuation alleinerziehende Eltern und einen besonders hohen Seniorenanteil bewältigen muss.
Auch die Landesgartenschau 2018 in Würzburg sehen die Grünen als große Chance Gerbrunn attraktiver und grüner zu gestalten. Mit Professor Trefzger verbindet die Liste kompetent Belange der Universität und der Studierendengemeinde Gerbrunn.
Eine stärkere Einbindung der Bürgerinnen und Bürger in die Entscheidungen der Gemeinde und mehr Transparenz bezüglich der Informationen aus dem Gemeinderat sind ebenfalls Ziele der Gerbrunner Grünen.

Sieben Kandidatinnen und drei Kandidaten stellen sich der Gemeinderatswahl am 16. März 2014:

  1. Prof. Dr. Thomas Trefzger
  2. Marion Koch
  3. Daniel Weber
  4. Christine Rosenhahn
  5. Dr. Clemens Grimm
  6. Yvonne Eisermann
  7. Ute Karches
  8. Judith Kleisinger
  9. Annette Grimm
  10. Eva Kreß
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GRÜNE Podiumsdiskussion in Gerbrunn zum Thema „Bildung“

„Wir Schüler stellen fest: wir gehen um 8.00 Uhr in die Schule und um 13.00 Uhr nach Hause und dann fängt das Leben an. Aber Schule muss so konzipiert sein dass das Leben IN der Schule stattfindet!“ Mit diesen Worten brachte Clara-Elisa Bracker 15 Jahre alt Schülerin des Siebold-Gymnasiums und nebenbei Vorstand der LandesschülerInnenvereinigung ihr Unbehagen an dem heutigen bayerischen Schulsystem treffend zum Ausdruck. Die Schulen heute haben die unterschiedlichsten Aufgaben: sie sollen Bildung und soziale Kompetenzen vermitteln sie sollen jeden Schüler so gut wie möglich fördern sie sollen bei der Berufswahl unterstützen und aussagefähige Beurteilungen über die Leistungen ihrer Schüler erstellen. 

Wie man diese Aufgaben am besten erfüllen könne wurde auf einer Veranstaltung der GRÜNEN zum Thema Bildung intensiv und leidenschaftlich diskutiert. Als Teilnehmer der Diskussion stellten sich neben Clara-Elisa Bracker der schulpolitische Sprecher der GRÜNEN Landtagsfraktion Thomas Gehring der Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Unterfranken Walter Feineis und der Abteilungsleiter für Schulpolitik beim BLLV Steve Bauer zur Verfügung moderiert wurde die Veranstaltung von der GRÜNEN Kreisrätin Eva Pumpurs.

Einigkeit herrschte darüber dass Schüler frühzeitig individuell gefördert werden müssten und dass eine längere gemeinsame Schulzeit für die Schüler von Vorteil wäre denn „Schüler lernen am meisten von anderen Schülern“ betonte Feineis und erklärte er können nicht nachvollziehen warum die bayerische Staatsregierung jahrgangsgemischte Klassen in der Grundschule mit dem Argument fördere inhomogene Gruppen führten zu einem höheren Lernerfolg aber gleichzeitig an der Trennung der Schüler nach der vierten Klasse festhalte. Für ein kostenloses erstes Kindergartenjahr setzte sich Gehring ein mit den Worten „Förderung im Kindergarten muss so früh wie möglich angeboten werden daher macht ein kostenloses Kindergartenjahr vor allem zu Beginn der Kindergartenzeit Sinn“ und betonte die Einrichtung eines kostenloses Kindergartenjahres stehe zwar im Koalitionsvertrag der bayerischen Regierung von einer Umsetzung sei man jedoch noch weit entfernt.

Der Vertreter des BLLV Bauer erläuterte ausführlich am Beispiel der Studienergebnisse von Falko Peschel wie individuelle Förderung der Schüler in einem offenen Unterricht konkret aussehen könne und legte Wert auf die Feststellung dass bei einer längeren gemeinsamen Schulzeit die heutigen Hauptschüler nicht nur Nutznießer wären sondern auch viele Kenntnisse und Fähigkeiten zum Nutzen der anderen Schüler aktiv einbringen würden. Deutlich waren die Worte die die Sprecherin der LandesschülerInnenvereinigung abschließend fand: „Das dreigliedrige Schulsystem zementiert den Erhalt der Ständegesellschaft“. Dennoch könnten Verbesserungen am Schulsystem nur sehr behutsam und mit den Eltern und Kommunen vorgenommen werde fasste Gehring zusammen denn sonst bestehe die Gefahr dass sich parallel zum öffentlichen Schulsystem teure Privatschulen entwickelten und zu einer Zwei-Klassen-Schulgesellschaft führen würden.

Mehr Freiheiten für Lehrer weniger stark reglementierter Unterricht und damit auch Entlastung der Schulen von Bürokratie das sei aber auch kurzfristig umzusetzen forderte Feineis und verglich den in mindestens sechs Schulstunden und damit ebenso viele Fächer unterteilten Schulunterricht mit moderner Erwachsenenbildung: „In der Erwachsenenbildung würde niemand auf die Idee kommen einen Seminartag so zu gestalten. In der Bildung unserer Kinder sollten wir hier auch schleunigst moderne Erkenntnisse aus der Bildungsforschung in den Schulalltag implementieren“.

Nachdem sich die Zahl der Hauptschulen aufgrund des Schülerschwundes im Landkreis Würzburg in den nächsten Jahren weiter verringern wird ist es für Bauer und Gehring daher ein längst überfälliger nächster Schritt das starre System aufzubrechen damit in der Region über die geeignete Schulform verantwortlich entschieden werden könne. Nur so ließen sich Schulstandorte noch erhalten waren sich die Teilnehmer der Diskussion abschließend einig.

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Menschenrechte nah und fern

Das Leben von Flüchtlingen in Deutschland und in der Würzburger Gemeinschaftsunterkunft war prägendes Thema einer Veranstaltung der Gerbrunner GRÜNEN mit Barbara Lochbihler die sich seit 10 Jahren als Generalsekretärin von amnesty international für die Achtung von Menschenrechten weltweit einsetzt.

"Menschenrechte sind nicht nur irgendwo weit weg sondern auch vor Ort gefährdet z.B. bei den Menschen die in der Würzburger Gemeinschaftsunterkunft leben müssen" erinnerte Andrea Jeßberger Vorsitzende des GRÜNEN Ortsverbandes Gerbrunn an die aktuelle Diskussion. Patrick Friedl Grüner Stadtrat aus Würzburg und Bundestagskandidat sah in diesem Zusammenhang die Chance dass sich in der Asylpolitik in Bayern und bundesweit Grundsätzliches ändern könne. Er fordert deshalb die Überprüfung und Beendigung der dauerhaften Unterbringung länger in Deutschland lebender Asylbewerber in Gemeinschaftsunterkünften und sieht speziell in Würzburg großen Handlungsbedarf.

Im Anschluß daran berichtete Barbara Lochbihler die als GRÜNE für das Europaparlament kandidiert von ihrem Besuch und Vortrag im missionsärztlichen Institut in Würzburg anlässlich eines bundesweiten Kongresses zum Thema "Menschenrecht Migration". Mit den Teilnehmern und Referenten beschäftigte sie die Frage was zu tun sei damit das Sterben an den Außengrenzen der Europäischen Union aufhört. Lochbihler: "Wir müssen dafür sorgen dass die Flüchtlinge und Migranten menschenwürdig bei uns leben können solange sie bei uns sind." Die bayerische Asylpolitik bezeichnete sie diesbezüglich als "steinzeitlich" und erinnerte daran dass die GRÜNEN schon seit sie das erste Mal im Bayerischen Landtag vertreten sind die Existenz von Sammel- und Gemeinschaftsunterkünften kritisiert haben. GRÜNEN-Kandidatin Lochbihler: "Ein Viertel Jahrhundert später müssen wir GRÜNEN immer noch für etwas streiten das in anderen Bundesländern längst selbstverständlich ist nämlich dass Flüchtlinge und Asylbewerber ihre Unterkunft frei wählen können selbst kochen dürfen und ihre Kleidung selbst auswählen können." Bis zu ihrem nächsten Besuch im Landkreis Würzburg so Lochbihler werde sich wenigstens dies in dieser Gemeinschaftsunterkunft hoffentlich geändert haben.

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