KV Würzburg - Land

Die Grünen Ochsenfurt starteten ihre Vortragsreihe mit dem Thema „Honig – alles Bio?“. Dabei wurde die Wichtigkeit des Insekts für alle Lebewesen und die Gefahren denen Bienen ausgesetzt sind betrachtet.

Mit der Grünen Vortragsreihe sollen regelmäßig Umweltschutz-Themen präsentiert werden. Ziel ist es für eine naturschonende und nachhaltig zukunftsorientierte Landwirtschaft zu werben.

Volkhard Warmdt Bezirksgeschäftsführer Bündnis 90 / Die Grünen für den Bezirk Unter­franken und Dr. Iris Eisenmann-Tappe Ortsvorsitzende Die Grünen Ochsenfurt führten im gut besuchten Bürgerkeller die zahlreichen Teilnehmer durch die Veranstaltung „Honig – alles Bio?“ mit anschließender Honigverkostung.

Selbst als Imker tätig weiß Warmdt um die Wichtigkeit der Existenz der Biene aber auch um die Gefahren denen das Insekt ausgesetzt ist: “Die Biene sichert unsere landwirtschaftlichen Erträge sie bestäubt einen Großteil der heimischen Nutz- und Wildpflanzen und als ‚Honigproduzenten‘ stellen sie zudem ein wertvolles Nahrungsmittel her“.

Allerdings geht die Bienenpopulation immer weiter zurück. Die Lebensbedingungen der Bienen – wie auch aller anderen Insekten in Deutschland – werden immer schwieriger. Forscher wiesen nach dass in den letzten 20 Jahren die gesamte Biomasse an Insekten um 80% zurückgegangen ist. Dies sei vor allem bedingt durch Monokulturen Mangel an blühenden Wiesen und den Pestizid- und Insektizid-Einsatz in der Landwirtschaft so Warmdt.

Er möchte die Menschen wachrütteln und mehr Aufmerksamkeit auf das kleine aber doch so wichtige Nutztier Biene lenken und betont: “Jeder kann durch die eigene Gestaltung von Garten oder Balkon etwas für die Insektenförderung tun. Wer sich und seiner direkten Umwelt etwas Gutes tun möchte sollte auf einen in Deutschland gewonnenen Honig zurück­greifen am besten aus der eigenen Region. Allergiker beispielsweise können sich nur mit den einheimischen Pollen die im Honig enthalten sind desensibilisieren. Honig mit Pollen aus anderen EU- oder sogar Nicht-EU-Staaten können für das eigene Immunsystem kaum etwas beitragen.“  Warmdt zitierte auch die Albert Einstein zugeschriebenen Worten: "Stirbt die Biene hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben."

Zum Abschluss ging Warmdt auf Unterschiede zwischen ökologischen und konventionellen Imkereien ein. Er warnte aber vor dem Konkurrenzdenken von bio-zertifizierten und nicht-zertifizierten Imkern. Denn gerade viele kleinere Imker produzieren ihren Honig auch nach den ökologischen Richtlinien haben sich aber nicht zertifizieren lassen und werden somit nicht den strengen Kontrollen unterzogen. Verbraucher sollten sich ruhig bei ihrem Imker nach dessen Produktionsmethoden erkundigen.
An der offenen Diskussion beteiligte sich auch Peter Maske Präsident des Deutschen Imkerbundes DIB sehr engagiert.

Nach dem Vortrag standen die Teilnehmer noch lange an den Probiertischen und kosteten die zehn verschiedenen Honige der Naturland-Imkerei „Honigschätze“: Von Akazie bis Tanne war reichlich Geschmacksvielfalt geboten.


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