KV Würzburg - Land

Sie waren das Risiko eingegangen bei Sturm und Regen aufs Wasser zu müssen doch sie wurden mit Kaiserwetter beglückt. Morgens fand man sich zu christlicher Stunde gut gelaunt und erwartungsfroh am Rottendorfer Bahnhof ein um umweltverträglich nach Hammelburg zu reisen. So nebenbei bot sich auf diese Weise auch viel eher die Gelegenheit miteinander ins Gespräch zu kommen.

Mit dem Lokomotivführer ins Saaletal

Am Zielort war zunächst ein Kilometer Fußmarsch vom Bahnhof zu den Bleichwiesen zurückzulegen. Bei einigen löste die trockene Betätigung Murren aus aber auch die waren schnell versöhnt als man die Fränkische Saale erreichte. Dort warteten bereits die Kanus auf die Wassersportler. Außerdem gesellte sich das Turboteam zu ihnen das mit eigenem Boot im Auto angereist war.

Auch wenn die Fränkische Saale schon etwas mehr Wasser führt als Reißbach oder Landleite reicht sie doch nicht ganz an den gewohnten Main heran. Trotzdem legte der Bootsverleiher allen Schwimmwesten ans Herz die man verlustsicher anschnallte. Wer beim Kentern auf einen Stein knallt und das Bewusstsein verliert ist am Ende dankbar dafür. Zum Glück blieb das graue Theorie!

Der Paddelprofi erteilte noch weitere hilfreiche Ratschläge. Etwa einen banalen Trick wie man so ins Kanu einsteigen kann dass man nicht wie Donald Duck mit dem Kopf voran auf der anderen Seite des Boots übers Ziel hinaus in die Saale schießt. Mit seinen umweltschonenden Ratschlägen trug er allerdings Wasser in den Main – war ja ein grüner Ausflug!

Dann war der ersehnte Moment da und man legte ab. Gerade die Kinder hatten darauf ungeduldig gewartet. Das Turboteam hatte diese Geduld nicht aufgebracht und war bereits durchgestartet. Kaum hatte man es sich im Kanu bequem gemacht da zwang das erste Wehr dazu zu landen um die Boote umzutragen.

Flussabwärts mit Bravour

Die nächste Etappe war schon länger und dort wartete wie der Igel auf den Hasen das Turboteam auf die dreizehn Kanuten. Mittlerweile war es Mittag geworden. Nachdem man ohnehin an Land musste um die Boote ums Wehr zu tragen verweilte man gleich auf der einladenden Wiese und packte die mitgebrachten Picknick-Leckereien aus.

Frisch gestärkt und nun schon fast alte Hasen bestieg man mittels kenterfreiem Trick die schmalen Indianerboote und paddelte entspannt dem Ziel entgegen. Oder auch mal aufgeregt weil sich ein kleines Abenteuer bot. In der Fränkischen Saale gibt es dann doch ein paar Stromschnellen. Manch eine Bootsmannschaft nahm die im Rückwärtsgang andere in scharfer Seitenlage doch niemand kippte um.

Eine Bootsbesatzung legte die Strecke besonders gründlich zurück. Die Anweisungen „links“ und „rechts“ erwiesen sich im Sprachgebrauch als unterschiedlich besetzt. Deswegen nutzte das Kanu in elegantem Zickzackkurs die gesamte Breite des Flusses aus. Dafür ist er ja so breit! Im übrigen hätte der Steuermann natürlich die auf hoher See gebräuchlichen Begriffe „backbord“ und „steuerbord“ verwenden müssen. Ist doch klar!

Angenehm erschöpft aus den Fluten an Land

Als die ersten Boote der Wilden 13 nämlich die mit den megastolzen Kindern in Weickersgrüben eintrafen stand dort das Turboteam und rief lautstark: „Wir sind schon da!“ Gerüchte gehen dass es nur die Doubles waren. Nach und nach trudelten auch die restlichen Paddler ein und lieferten die Wasserfahrzeuge wieder beim wartenden Verleiher ab.

Sodann gönnte man sich ein erfrischendes Bad im Fluss. Gleich etwas anderes als ein Besuch im überfüllten Dalle! Nun war auch wieder Platz im Magen und man kehrte gemütlich in der „Roßmühle“ ein. Das schmackhafte und reichhaltige Angebot konnte jeden Gaumen befriedigen. Erfüllt von einem abwechslungsreichen Ausflug begab sich die Wilde 13 zum Weickersgrübener Bedarfshalt der Bahn die sie einsammelte und wohlbehalten an den heimischen Bahnhof transportierte.

Im nächsten Jahr wieder? Unbedingt!

0
0
0
s2sdefault

wandern-wein-und-wahl

Bündnis90/Die Grünen Rottendorf wanderten zur Weinprobe am Samstag den 18.03.2017.
Die Rottendorfer Grünen hatten zur Weinprobe eingeladen zünftig wollte man nach Randersacker
wandern. Leider sah die Wetterprognose gar nicht rosig aus Starkregen und heftiger Wind waren von
den Wetterfröschen gemeldet. Doch scheint Petrus im Herzen ein Grüner zu sein denn er setzte den
Regen aus die Wandersleut‘ konnten unbehelligt ihres Weges ziehen.

Pünktlich traf die bunt gemischte Gruppe aus Wanderfreunden Weinliebhabern und aktiven Ökokommunalpolitikern am Weingut König im Bergmeisterhof ein. Dort traf man mit Grünen aus den umliegenden Ortschaften zusammen. Da tummelten sich Stadträte aus Ochsenfurt und Eibelstadt Gemeinderäte aus Rottendorf und der grüne Bundestagskandidat Martin Heilig.

Frisch gestärkt mit einem „Perlkönig“ wurde die uralte Kelter im Hof besichtigt die heute wieder in Betrieb ist. Ihre Langsamkeit ist ihre Stärke denn dadurch erhält der Wein sehr viel mehr Fruchtanteile als in einer modernen Presse. Danach stieg man bei Kerzenschein in den Gewölbekeller des barocken Hauses das einst zum Zehnthof gehört und den Bergmeister beherbergt hat hinab. Dort lagern die Weine nicht nur in Edelstahltanks sondern auch in traditionellen Eichenholzfässern. Demnächst sind die Weine aus 2016 bereit zum Abfüllen. Welche Prozesse sie seit dem Herbst durchlaufen hatten wurde vom Hausherrn anschaulich und kompetent erläutert. Noch immer duftet alljährlich die Gärung bis nach Würzburg und lockt die Städter.

An die Kellerführung schloss sich ein wirklich üppiges Brotzeitbüffet mit fränkischen Spezialitäten und modernen Brotaufstrichen in einer gemütlichen Weinstube an. Dazu wurden nach und nach die verschiedenen Weine zum Probieren eingeschenkt. Natürlich gab es dazu erklärende Worte zu den Sorten und den Lagen. Alte Weinprobenhasen waren von der Sachkenntnis des Winzermeisters sehr beeindruckt.

Selbstverständlich wurde nicht nur über Umwelt und Politik gesprochen. Vom tiefen Ernst der den Grünen nachgesagt wird war nichts zu spüren. Vielmehr schallte fröhliches Gelächter die Herrngasse entlang. Dazu trugen auch die Anekdoten bei die Herr König zum Besten gab. Etwa die Geschichte als man eine sehr alte Flasche Wein geöffnet hat und erstaunt war über die glasklare Farbe. Ein prüfender Schluck war ernüchternd dieser Wein schmeckte wie Wasser! Dann stellt sich heraus dass in diesem Jahr die Großeltern nach Lourdes gepilgert waren...

Interessiert waren die Besucher natürlich an genaueren Informationen zur Umstellung des Weingutes auf Bioproduktion. Seit zwei Jahren wird nach diesen Grundsätzen gewirtschaftet. Der Betrieb ist bereits zertifiziert und wird demnächst den ersten BIO-Wein abfüllen. Andere Winzer am Ort beobachten neugierig ob es sich für sie selber auch lohnen würde. Da besteht Hoffnung für die Natur!

Der Heimweg war gut organisiert und ging rasch vonstatten. Insgesamt waren sich die Teilnehmer einig einen gelungenen Abend erlebt zu haben.

0
0
0
s2sdefault

Die Ortsgruppe Rottendorf von Bündnis90/DieGrünen hatte ihre Mitglieder zur Vollversammlung eingeladen. Als Ehrengast konnte man Gerhard Müller aus Gerbrunn begrüßen. Der Vorsitzende des Kreisverbandes Würzburg-Land – gemeinsam mit Kerstin Celina (MdL) – und Bezirksrat berichtete von seiner Arbeit in den politischen Gremien.
Bei dieser Gelegenheit lud er die Rottendorfer dazu ein sich noch mehr auf Landkreisebene zu vernetzen. Dabei stellte er auch verschiedene Unternehmungen vor die sich derzeit in Planung befinden etwa die Radtour nach München in den Landtag im Spätsommer.
Im Anschluss drehte sich das Personalkarussell denn die Anwesenden wählten die Vorstandschaft neu. Dabei entschied man sich einstimmig für Anke Schneider als erste und Sybille Mollwitz als zweite Vorsitzende. Sie werden künftig unterstützt von Petra Volk (Organisation) Jochen Mader (Kassier) und Edith Mader (Senioren).
0
0
0
s2sdefault

Es ist ruhig in der Moschee nur vereinzelt betreten Männer und Frauen das Gebäude um sich ins Gebet zu versenken. So wie auch im Dom außerhalb der Gottesdienste nur einzelne Gläubige sich still der Zwiesprache mit Gott hingeben. Überhaupt sind die christlich erzogenen Besucher häufig verblüfft über die Ähnlichkeiten.

Vor dem Gebet vollziehen Muslime rituelle Waschungen um sich vom Alltag und von allem Schmutz zu befreien und ziehen ihre Schuhe aus. Ob nun Kreuzzeichen mit Weihwasser die evangelische stille Einkehr oder das Abnehmen der Kopfbedeckung auch Christen kennen die äußeren Symbole des inneren Bereitwerdens. Und auch Christen kennen zumindest aus den Klöstern über den Tag verteilte Gebete nach einem festen Schema.

Ähnlich wie im Sonntagsgottesdienst hält auch beim Freitagsgebet der Geistliche eine Predigt ebenfalls von einer Kanzel herab. Übrigens lassen sich die Predigtthemen für die DITIB-Moschee auf deren Homepage nachlesen da ist man bewusst offen. Schließlich entstand der Verein in den 80-er Jahren aus den wachsenden Reihen damaliger Gastarbeiter mit dem Wunsch ihre Religion angemessen zu leben nachdem man jahrelang auf Kirchen und Keller zurückgegriffen hatte. Ganz normale Leute also.

Neben der Erläuterung der Riten gibt Herr Yildirim einen kurzen Überblick über die Entstehung des Islams. Staunend erfahren die Gäste dass die Kaaba einst von Abraham erbaut wurde. Die Geschichte dazu findet sich in der Bibel. Der Religionsunterricht liegt halt lange zurück... Auch für Muslime gelten das Alte Testament und die Evangelien bloß haben die Offenbarungen des Propheten Mohammed nach ihrem Verständnis das Ganze noch gekrönt.

Aber dann wird es doch noch so richtig fremdartig denn der mittlerweile eingetroffene Imam ruft zum Gebet. Die arabischen Worte und die ungewohnten Vierteltonintervalle der Melodie wirken wie aus einem Märchen. Danach betet er vor was meist stumm geschieht ein inneres Gebet das sich äußerlich in den Verbeugungen und dem Niederwerfen manifestiert. Die Blicke der Besucher schweifen derweil über die kunstvollen Kalligraphien die sich im Gebetsraum befinden.

Wenn man das Gebet verfolgt wird nachvollziehbar weshalb die Frauen entweder hinter den Männern oder in einem Nebenraum beten – ihr Anblick würde vielleicht doch den einen oder anderen Mann in seiner Spiritualität ablenken. Aus diesem Grund dürfen Frauen auch keine Vorbeter sein obgleich sie sonst alle Ämter innehaben dürfen wie uns der Seelsorger wortreich versichert.

Abschließend erleben die Besucher noch Gastfreundschaft bei türkischem Tee und selbstgemachtem Gebäck. Dabei werden noch weitergehende Fragen geklärt die Herr Yildirim und der Imam geduldig und verständlich beantworten. Natürlich schweift das Gespräch zu den brennenden Fragen der Zeit zum Flüchtlingsstrom und zu den Pariser Anschlägen. Und genau hier finden sich wieder die Gemeinsamkeiten passend zum Motto „NousSommesUnis“.        Von Anke Schneider

Ein interessierter Trupp fand auf Einladung der Ortsgruppe Rottendorf von Bündnis90/DieGrünen am Samstag den 14.11.2015 den Weg in die DITIB-Moschee um sich von Herrn Yildirim fundierte Informationen zum Islam geben zu lassen. DITIB – ein eingetragener Verein dessen Satzung auf dem bürgerlichen Recht Deutschlands fußt. Eigentlich sollte es überflüssig sein das zu betonen aber vor dem Hintergrund aktueller politischer Ereignisse wird es dann doch der Erwähnung wert.

0
0
0
s2sdefault

Unterkategorien

Newsletter abonnieren

captcha