KV Würzburg - Land

Viele Umweltverbände und Bürgerinitiativen riefen zur Teilnahme an der Anti – Atom – Demonstration in Berlin auf. Für die Würzburger Grünen beteiligten sich die Veitshöchheimer Nora Thein Vorstandsmitglied der Grünen Jugend Würzburg und Günter Thein Vorstandsmitglied des grünen Kreisverbandes Würzburg – Land und Gemeinderat in Veitshöchheim.

Überzeugt davon dass Atomkraftwerke und deren höchst radioaktive Abfälle extrem gefährlich sind und unsere Generationen und viele nachfolgende Generationen massiv bedrohen schlossen sich Vater und Tochter dem Demonstrationszug an.

Mit jeder Teilnehmerin und jedem Teilnehmer die die Theins unterwegs zur Demo trafen wuchs die Spannung wie viele Menschen an der Demo wohl teilnehmen würden. Zwar konnte die Zahl während der Demo nicht annähernd geschätzt werden trotzdem war ersichtlich dass es sich um Zehntausende handeln mußte. Mit dem Wissen dass hinter jeder Teilnehmerin und jedem Teilnehmer eine Vielzahl an Unterstützern stehen denen der Aufwand einer Fahrt nach Berlin nur zu hoch war stieg die Begeisterung von Stunde zu Stunde. Als die ersten Zahlen von 55.000 und mehr Teilnehmerinnen und Teilnehmern gemeldet wurden kannte der Jubel kaum Grenzen.

Warum nehmen Zehntausende die Anfahrt Kosten und Zeit in Kauf um sich an einer Demonstration zu beteiligen? Günter Thein: " Ich kämpfe seit vielen Jahren für Erneuerbare Energien und bin zutiefst überzeugt dass diese in der Regel umweltschonende Energieerzeugung im Zusammenspiel mit Energieeinsparung in kurzer Zeit in der Lage wäre Atomenergie vollständig zu ersetzen ja darüber hinaus sogar den gesamten Energiebedarf weltweit aber auch bei uns zu 100 % zu decken. Atomkraft schadet diesem Umbau nur bremst ihn und muß deshalb schnellstens beendet werden." Nora Thein ergänzt: " Strahlende Abfälle für viele Tausend Jahre zu hinterlassen um ein oder zwei Generationen Strom zu liefern finde ich unmöglich meine Generation wird zwar nicht mehr viel Strom aus Atomkraftwerken bekommen wir müssen uns aber unser Leben lang mit dem lebensgefährlichen Müll herumschlagen. Mit der Grünen Jugend Würzburg haben wir deshalb am Jahrestag der Tschernobyl – Katastrophe an einem Stand über die Gefahren der Atomkraft informiert und haben erfreulicherweise dabei sehr viel Zustimmung bekommen."

Günter Thein: "Die Front gegen Atomkraft wird zum Glück immer größer neben Parteien wie den Grünen stellen sich zunehmend auch Kirchen Gewerkschaften und natürlich die Umweltverbände dagegen. Aber auch Beratergremien von Regierungen argumentieren dagegen. Als Beispiel sei hier ein Thesenpapier des Sachverständigenrates für Umweltfragen einem wissenschaftlichen Beratungsgremium der Bundesregierung erwähnt ("Weichenstellung für eine nachhaltige Stromversorgung") welches klarmacht dass ein hoher Anteil an Grundlastkraftwerken ( v.a. Atom- und Kohlekraftwerke ) nicht mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien vereinbar sind.

Da auch von den nichtbeteiligten "Zuschauern" überwiegend positive Kommentare zur Demo kamen zieht Günter Thein das Fazit: "Es hat sich gelohnt zur Demo zu fahren zu sehen wie breit der Widerstand gegen die Atomenergie ist. Vielleicht führt der Widerstand ja zur Verhinderung einer Schwarz – Gelben Bundesregierung oder zumindest zu einem Umdenken bei den Atomparteien."

Eine vollständige Veröffentlichung des SRU–Thesenpapiers (Sachverständigenrat für Umweltfragen) ist zu finden unter: www.umweltrat.de


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